Bauinvestitionen steigen – erhält der Bauherr wirklich mehr?

Die Zahlen aus dem Schweizer Baumarkt stimmen positiv. Wer genäuer hinschaut, merkt aber schnell: Nominal wachsen und real gewinnen sind zwei verschiedene Dinge

Der Bauboom ist zurück – zumindest auf dem Papier. Im vierten Quartal 2025 sind die nominalen Bauinvestitionen in der Schweiz um 2,7% gestiegen. Im ersten Quartal 2026 folgte ein weiteres Plus von 1,7%. Und laut aktuellem KOF-Baublatt-Ausblick soll das Wachstum im laufenden zweiten Quartal nochmals auf 2,3% zulegen – getragen von einer hohen Zahl an Baugesuchen und erteilten Bewilligungen. Auch der Bauindex des Schweizerischen Baumeisterverbands bestätigt: Im ersten Quartal 2026 hat die Bautätigkeit um kräftige 5,6% zugenommen. Der Wohnungsbau bleibt dabei der zentrale Wachstumstreiber.
Soweit die guten Nachrichten.

Was die Zahlen nicht zeigen

Nominal wachsen und real gewinnen – das ist nicht dasselbe. Wer heute baut, spürt es: Die Baupreise steigen. Diesel, Bitumen, Materialkosten – vieles hat sich verteuert. Steigen die Preise schneller als die investierten Summen, schrumpft das reale Bauvolumen, auch wenn die Zahlen auf dem Papier besser aussehen.

Genau diesen Unterschied erleben wir bei unserer täglichen Arbeit. Bauherren starten oft mit einem soliden Budget – und merken erst mittendrin, was Preissteigerungen davon auffressen.

Was das für Sie bedeutet

Ein positiver Marktausblick ist kein Freifahrtschein. Er ist eine Einladung, jetzt gut zu planen – mit realistischen Kostenerwartungen, klarer Budgetkontrolle und einer erfahrenen Baubegleitung, die früh eingreift, bevor es eng wird. Genau dafür sind wir da.

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